Die Sage von der "Hexe im Hexenbusch"

oder warum heißt der Hexenbusch, "Hexenbusch"...?

Vom Fuße des Kerbergs her schiebt sich ein lichter Hochwald bis in das Wohngebiet von Gummersbach vor. Zu Altvaters Zeiten war er noch mit dichtem Buschwerk bestanden und die krausen Baumkronen ragten hoch gen Himmel und trugen so viel Laubwerk, dass die liebe Sonne Mühe hatte, ihre Strahlen hindurch zu zwängen. Im Walde standen Rieseneichen, gewaltige Buchen und hier und da auch düstere Tannen. Am merkwürdigsten aber waren die Gruppen von Hainbuchen, deren Stämme krumm und knubbelig gewachsen waren und große und kleine Buckel aufwiesen. Einige dieser Bäume sahen von fern so aus, als wenn sie missgestalteten, verwachsenen und verzerrten Menschen glichen, die hier zu knorrigen Hainbuchenstämmen verwandelt worden seien. Das hatte die böse Hexe getan, die vor langer Zeit im tiefen, dunklen Walde hauste und hier ihr Unwesen trieb. Ihretwegen hat der Wald den Namen Hexenbusch erhalten.

 

Diese Hexe war so hässlich und so schlecht wie die schwärzeste Nacht. Sie war lang und hager wie eine Bohnenstange, hatte eine krumme Nase, die bis über den Mund ragte, triefendrote Augen, brandrote Haare und im schiefverzerrten Munde zwei lange Zähne, scharf und spitz wie Wolfszähne. Den Menschen hatte sie Pest, Verderben und Tod geschworen, weil sie in ihrer Jugend von einem jungen Jäger betrogen worden sein sollte. Durch ihren Bannspruch konnte sie Menschen, die sich in ihren Wald gewagt hatten, zu Hainbuchenstämmen erstarren lassen. Den Kühen auf den anliegenden Weisen hexte sie die Milch fort und verwandelte sie im Euter in Blut. Wenn die Bauernfrauen die Butter nicht kirnen konnten, war auch die böse Hexe Schuld daran.

 

Einmal warf sie in dunkler Nacht hunderte von Unken, Fröschen, Molchen und Nattern in den früher heilendes Wasser spendenden Spring des nahen Bornerhofes. Als der bitterböse Weibsteufel aber einst in einer anderen Nacht die uralte, dicke und hohle Linde nahe beim Singerbrink, aus der früher die kleinen neugeborenen Kinder kamen, mit ihren unheilvollen Formelsprüchen besprach und darauf die Frauen in Gummersbach lange Zeit keine Kinder mehr bekamen, da war das Maß ihrer Sünden voll.


Drei beherzte Männer aus dem Dorf – denn Gummersbach war damals noch ein Bauerndorf – verschworen sich mit festen Eiden, die Hexe zu verderben und unschädlich zu machen. In der Osternacht, die gerade auf den ersten Frühlingstag fiel, in der die Hexen keine Gewalt über die Menschen haben, schlichen die drei leise, leise durch den dichten Busch zu der Behausung des bösen Weibes, versteckten sich hinter den krummen Hainbuchen, die hier standen, bis die Alte beim Morgengrauen aus ihrer Hütte trat. Da sie die Männer ihrer trüben Augen wegen nicht sogleich gewahr ward, wurde sie plötzlich von sechs kräftigen Männerarmen gepackt und mit einer langen Kette so festgebunden, dass sie kein Glied rühren konnte. Ihr Zetern, Schimpfen und Fluchen half ihr nicht; darauf verlegte sie sich aufs Bitten und Versprechen. Die Männer verlangten von ihr: „Nimm erst den Bannfluch von der Kinderlinde, dann wollen wir weitersehen. “Das tat nun die Hexe, und darüber waren die Männer froh. Sie fragten nun: „Kannst du auch ein Gewitter machen und dem Blitz befehlen?“„Ja“, sagte die Alte, „wenn ihr es sehen wollt, will ich es tun; aber dann müsst ihr mich freigeben.“ Sie hatte aber wieder etwas Arges im Sinn. „Wir wollen sehen“, sagten die Männer.


Da gebot das Teufelsweib den Wolken und dem Sturm, dass sie ein Gewitter herbeiführen sollten, und alsbald zogen schwarze und graue Wolken heran und ein wütender Sturm tat sich auf, dass die dicken Bäume ächzten und sich bogen wie Gerten, und die grellen Blitze zuckten und machten den Wald taghell, und der Donner grollte und rollte gewaltig Schlag auf Schlag. Da schrie einer der Männer in den Sturm hinein: „Laß einen starken Blitz indiese hohe Eiche sausen! “Kaum hatte die Hexe dem nächsten Blitz befohlen, die Eiche zu treffen, als die Männer die Unholdin, so schnell sie es vermochten, mit der Kette an den Eichbaum festbanden und hurtig wie der Wind hinter die dicken Hainbuchen zurück sprangen. Dann fuhr der zackige Blitz hernieder in die Eiche, und der Donner krachte, als wolle die Welt untergehen. Die Eiche splitterte und brannte lichterloh, und mit ihr verbrannte die grässliche Hexe, dass auch nichts von ihr übrig blieb, denn der Sturm nahm ihre Asche mit in alle Welt.


Auch ihre Behausung ging in Flammen auf. Die in Hainbuchen verwandelten Menschen erhielten ihre menschliche Gestalt wieder und fielen ihren Befreiern und sich gegenseitig voll Freude in die Arme. An der Stelle war nun eine helle Lichtung entstanden, auf der bald liebliche Waldblumen sonder Zahl hervorsprossten. Nach und nach lichtete sich auch der düstere Hexenbusch und diente den Menschen zur Erholungund Freude. Das Gruseln war aus ihm verbannt; aber seinen Namen hat er bis auf den heutigen Tag behalten.


Quelle: Kleibauer, Heinrich (1995), Die Sagen des Oberbergischen Landes, Neuauflage, Verlag Gronenberg


Soweit also die Hexenbuschsage. Welcher wahre Keim mag ihr zugrunde liegen? Erinnert sie vielleicht an eine mittelalterliche Hexenverbrennung? Wir wissen es nicht, aber möglich ist es schon! Jedenfalls dient der Hexenbusch nicht zuletzt dank des Engagements des Hexenbuschvereins auch heute noch „den Menschen zur Erholung und Freude“.

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